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Gedanken zur Plattenwaschmaschine

Die Plattenreinigung besteht im Grunde aus zwei Komponenten. Zum einen ist das die Reinigungsflüssigkeit und zum anderen die Waschmaschine, vorausgesetzt, man trocknet die Platte nicht mit Tüchern. Hier sind wir schon bei der eigentlichen Hauptaufgabe einer Plattenwaschmaschine: dem Trocknen oder besser gesagt, dem Entfernen der Reinigungsflüssigkeit ohne jegliche Rückstände. Die Voraussetzung ist natürlich, dass die Platte bei diesem Vorgang in keinster Weise beschädigt wird, was bei kleineren, handbetriebenen Waschmaschinen schon ein Problem darstellen kann.

Ist das nun alles? Ernüchternd stellen wir fest: Ja! Der Versuch, eine „trockene“ Platte über die mit der stärksten Saugkraft ausgestattete Maschine laufen zu lassen ergibt gar nichts, außer dass die Platte dreckig bleibt. Die Plattenwaschmaschine hat also nur im weiteren Sinne eine zu reinigende Funktion, sie ist nicht für die primäre Reinigung verantwortlich, dem Lösen und Binden jeglichen organischen, anorganischen und elektromagnetischen Schmutzes. Warum dann solch ein Aufwand, und warum sind diese Maschinen so teuer?

Nun, das liegt wohl an diesem wundervollen Medium Schallplatte und der Art ihrer Verschmutzung. Wir reinigen hier keinen Büroboden, über den jeden Tag dutzende von Menschen trampeln, sondern ein Stück Kunststoff, in das durch ausgefeilte Technik die schönsten Klänge in feinste Rillen eingeschmolzen wurden.

Maschinen haben seit jeher die Aufgabe, dem Menschen die Arbeit zu erleichtern, oder ihn sogar gänzlich zu ersetzen. Tatsächlich stellt da die Plattenreinigung beim genaueren Betrachten ein großes Problem dar.

Allein die komplette Entfernung einer Flüssigkeit ist schon kompliziert. Beim Tischabwischen lassen wir den Rest halt verdunsten, bei der Platte bliebe der Dreck somit drin. Während des Absaugens sollen die Rillen nicht beschädigt werden. Wir wollen unsere Platten auch nicht unbedingt bei ohrenbetäubendem Lärm (sonst könnte man auch einen Industriestaubsauger verwenden) im Keller unter Ausschluss der Öffentlichkeit reinigen.

Die Reinigungsflüssigkeit muss gezielt in einen fest verschlossenen Behälter geleitet werden. Außerdem ist es nötig, dass das, was bei der Reinigung mit der Platte in Berührung kommen muss, möglichst hygienisch und austauschbar ist. Auch ein vollautomatisches System scheidet aus, da jede Platte unterschiedlich verschmutzt ist. Man braucht oftmals mehr Reinigungsflüssigkeit und muss auch zeitweise nur einzelne Stellen nachreinigen, die besonders verschmutzt waren. Diese punktuelle Reinigung verlangt teilweise Handarbeit, und das ist gut so, da keine Maschine beim Abhören Verschmutzungen feststellt und die betroffenen Stellen gesondert reinigt.

All dieser Problemen haben sich viele professionelle Bastler angenommen und viele interessante Lösungen gefunden, wobei für uns - natürlich rein subjektiv- nur wenige den Weg zwischen minimal notwendiger Technik und unerlässlicher Handarbeit gefunden haben.

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